herbstmitte

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gestern war astronomisch gesehen einen wichtigen tag: genau in der mitte mit dem herbstbeginn am 21. september und der winteranfang am 21. dezember. es heisst auf deutsch „herbstmitte“ oder auf englisch „cross-quarter“. dieses tag war eine sehr wichtige feier in der alte zeiten, besonders bei den kelten, und aus der keltische sprache, kommt sein namen: samahin (sowuein ausgesprochen). später, alle diese keltische feste sind im christlichen kalender mitgeflossen: jetzt feiern wir das 1 november - und immer mehr halloween am 31.10.
die herbstmitte hat die tore für die dunkelste zeit des jahres geöffnet, dunkel in der natur, aber auch symbolisch und energetisch: nach der fülle der ernte, kommt die tiefe der dankbarkeit, das ganze loslassen und das abgeben in wahrhaftigen vertrauen. alle schamanische völker die in ähnliche naturkreise wie uns gelebt haben, haben diesen durchgang gefeiert und respektiert.
auch im christentum, diese wochen im november sind die dunkelsten, bis dann die erste kerze im dezember entzündet wird: im dunkelsten, scheint die erste kerze der hoffnung und der bedienungslose liebe zu erscheinen.
unsere kultur, so angestrebt nach „mehr“ und „besser“ lässt wenige räume für diesen sehr heilsamen prozess. wir sind immer mehr bewusst, von der wichtigkeit dieses durchgang, aber das leben da draussen drängt uns in die aktivität.

ich versuche in meine kurse, dieses raum aufrecht zu halten: es darf dir einen moment das erleben in diese tiefe zu ermöglichen. es ist wichtig dass es überhaupt geschieht, immer wieder oder ab und zu oder auch nur ein mal. danach, kann man verstärkt durch den alltag reisen.